Einleitung
20 Jahre unterwegs für unsere Kundinnen und Kunden – Ein Gespräch mit Urs
Bereits seit zwei Jahrzehnten ist Urs fester Bestandteil unseres Innendienst-Teams bei der Gebrüder Spiegel AG (SPIEGEL). Seine ruhige Art kommt bei Kundinnen und Kunden ebenso gut an wie bei seinen Kolleginnen und Kollegen, die sowohl seine langjährige Erfahrung als auch seinen unermüdlichen Einsatz gleichermassen schätzen.
Über die Jahre hat Urs nicht nur unzählige Aufträge persönlich betreut, sondern auch viele technische Entwicklungen und Veränderungen in der Branche miterlebt. Er kennt die Abläufe in- und auswendig, weiss, wo man besonders aufmerksam hinschauen muss – und wo es manchmal eben auch klemmen kann.
Auch unternehmensintern hat er einiges mitgestaltet: vom Generationenwechsel im Team über digitale Transformationen bis hin zum Übergang zu unserem neuen Inhaber Richard Weng. Wenn Sie mit Urs sprechen, wird Ihnen schnell klar: Hier sitzt jemand, der nicht einfach dabei war. Dieser Mann hat mitgetragen.
Das ist für uns Grund genug, mit ihm über seine Erfahrungen, Herausforderungen und persönlichen Highlights zu sprechen – und natürlich auch einen Blick in die Zukunft zu werfen.

1. Persönlicher Rückblick
Urs, du bist seit 20 Jahren bei der Gebrüder Spiegel AG – wie hat alles für dich angefangen?
Ich war vorher bereits 10 Jahre in diesem Metier tätig gewesen, bei der Firma GABS AG, damals als Mitbewerber der Gebrüder Spiegel AG (SPIEGEL). Mit der Zeit wurde der Markt für die Blechbearbeitungsmaschinen in der Gebäudehülle immer „dünner“, während die Margen immer geringer ausfielen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, entschlossen sich die Gebrüder Spiegel AG (SPIEGEL) und die GABS AG zu einer Kooperation unter dem Dach der Gebrüder Spiegel AG. Daraus entstand der GS Maschinen-Profi.
Damals wechselte ich als Verkaufsleiter zur SPIEGEL, sozusagen als Bindeglied, um die beiden unterschiedlichen Kulturen beider Firmen zu vereinen. Diese Rolle fand ich faszinierend. Beide Seiten hatten ihre eigene Art zu arbeiten, unterschiedliche Abläufe, eine eigene Sprache und Firmenkultur. Diese Unterschiede zusammenzubringen, ohne dass jemand das Gefühl hatte, auf der Strecke zu bleiben, war herausfordernd, aber auch überaus spannend.
Was hat dich damals an der Arbeit im Innendienst besonders gereizt?
Ich empfand es als grosse Herausforderung, die starke Infrastruktur der SPIEGEL mit den personellen Möglichkeiten der zehn Aussendienstmitarbeitenden der GABS sinnvoll zu kombinieren. Es kam mir vor wie ein grosses Puzzle, bei dem ich dafür mitverantwortlich war, dass am Schluss alle Teile ineinander passten. Sehr reizvoll fand ich auch die Möglichkeit, im Hintergrund die Fäden zu ziehen zu können. In meiner Position war ich in der Lage, Prozesse effizienter zu machen und den Verkauf nachhaltig zu unterstützen und das hat mir von Anfang an gefallen.
Gibt es einen Moment aus deinen Anfangszeiten, an den du dich besonders gut erinnerst?
Oh ja, definitiv – mein Einstellungsgespräch bei der Gebrüder Spiegel AG werde ich wohl nie vergessen! – Urs lacht – Ich hatte mich gut vorbereitet, aber was mich dann erwartete, war für mich sehr überraschend. Die damaligen Inhaber, Daniel Spiegel und Luigi Greco, hatten zu diesem Gespräch den bekannten TV-Gesichtsleser Pietro Sassi eingeladen. Kein Witz – sein Job war es, mein Gesicht daraufhin zu überprüfen, ob ich wirklich der Richtige für diese Position war. 😊
Diese Vorgehensweise war überraschend, aber auch irgendwie typisch für diese Anfangszeit: unkonventionell, mutig und nicht ohne einen gewissen Charme. Na ja – offenbar hat mein Gesicht überzeugt, denn jetzt, 20 Jahre später, bin ich immer noch dabei.
2. Veränderungen & Entwicklungen
Du hast viele Veränderungen miterlebt – was hat sich aus deiner Sicht in den letzten 20 Jahren am meisten verändert?
Das kann ich ganz klar beantworten: die Beziehung zwischen Kundschaft, Lieferanten und uns. Mit dem Aufkommen von Handy, Internet und Social Media lief alles viel schneller ab – und wurde irgendwie auch unmittelbarer. Viele Abläufe finden heute digital statt, von der Offertenanfrage bis zur Auslieferung. Das hat ohne Frage seine Vorteile, doch damit wächst automatisch auch der Druck, sofort zu reagieren.
Früher konnten wir uns mehr Zeit nehmen, Dinge abzuklären. Heute wird oft erwartet, dass man auf alles sofort eine Antwort hat. Dadurch verändert sich der Umgang miteinander. Dennoch ist für mich der persönliche Kontakt nach wie vor zentral – vielleicht gerade, weil alles schneller geworden ist. Vertrauen baust du nicht über E-Mails auf, sondern im Gespräch.
Wie hast du den Generationenwechsel erlebt?
Ich muss zugeben, zu Beginn war da schon eine gewisse Skepsis. Verständlich, fast 20 Jahren mit denselben Chefs, Kolleginnen und Kollegen haben einen prägenden Einfluss. Wir waren ein eingespieltes Team. Als der Wechsel stattfand, wusste niemand von uns genau, was er mit sich bringen würde. War ein kompletter Umbruch zu erwarten? Würde das Menschliche erhalten bleiben?
Rückblickend kann ich sagen: Es war eine grosse Chance – und wir haben sie gut genutzt. In Rekordzeit wurde ein neues EDV-System eingeführt, KI-gestützte Tools kamen dazu und es entstanden Synergien mit den anderen Firmen von Richard Weng – eine echte Erleichterung für uns und ein spürbarer Zeitgewinn im Alltag. Wir merkten: Da wurde vorausgedacht, nicht nur einfach verwaltet.
Was hat sich mit dem neuen Inhaber, Richard Weng, für dich persönlich verändert?
Ehrlich gesagt war der Umzug vom eigenen Büro ins Grossraumbüro für mich anfangs eine Umstellung – ich bin ein Mensch, der gern ruhig und konzentriert arbeitet. Heute sehe ich das nicht mehr als Nachteil. Durch den unmittelbaren Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen bekomme ich mehr mit und kann schneller reagieren.
Auch meine Rolle im Unternehmen hat sich verändert: Inzwischen trage ich mehr Verantwortung, sowohl fachlich als auch menschlich. Das Team ist gewachsen, die Strukturen haben sich verändert. Aber genau das macht’s spannend – Stillstand war noch nie mein Ding.
3. Arbeitsalltag im Innendienst
Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?
Das kann ich gar nicht so genau beantworten. Einen typischen Arbeitstag gibt es bei der SPIEGEL eigentlich nicht – und genau das macht meinen Job so spannend. Mein Arbeitsalltag ist sehr vielseitig und oft auch ziemlich unvorhersehbar. Heute kümmere ich mich um Offerten und Kundenberatungen, morgen bin ich vielleicht draussen mit einer Maschinenvorführung beschäftigt oder organisiere eine Ersatzteillieferung.
Es gibt eigentlich nichts, das nicht dazu gehört: telefonische Beratung, Reklamationsbehandlung, Beschaffung von Maschinen oder Teilen, Koordination mit dem Technischen Dienst – und wenn’s irgendwo brennt, packe ich auch mal selber mit an, ob mit dem Stapler oder dem Kran. Bei uns im Team zählt am Schluss das Ergebnis, nicht die Jobbeschreibung.
Was macht dir in deinem Job am meisten Freude?
Am meisten schätze ich die Mischung aus Vielseitigkeit, Eigenverantwortung und Teamarbeit. Ich mag es, dass ich meinen Tag zu einem grossen Teil selbstständig organisieren kann. Gleichzeitig weiss ich, dass ich mich jederzeit auf das Team verlassen kann. Dieser Zusammenhalt ist etwas, das bei uns wirklich gelebt wird – nicht nur auf dem Papier, und das freut mich am meisten an meinem Job.
Was war dein schönstes Kundenerlebnis?
Das kann ich so adhoc gar nicht genau sagen. In all den Jahren gab es unzählige schöne Begegnungen mit Kundinnen und Kunden, und viele sind mir in guter Erinnerung geblieben. Besonders schön ist es für mich immer dann, wenn ich spüre: Da ist jemand wirklich zufrieden. Jedes Mal, wenn eine Lieferung reibungslos klappt, wenn sich jemand bedankt, weil wir unkompliziert geholfen haben – das sind die Momente, die mir zeigen, dass sich der Einsatz lohnt.
4. Unternehmensentwicklung & Kultur
Wie würdest du die Unternehmenskultur bei der Gebrüder Spiegel AG beschreiben?
Wir haben eine flache Hierarchie. Entsprechend unkompliziert und angenehm ist der Umgang des Teams miteinander. Jeder von uns ist auf seinem Gebiet ein Spezialist – aber gleichzeitig auch ein Allrounder, der multifunktional eingesetzt werden kann. Das sorgt für Flexibilität und erzeugt ein starkes Teamgefühl. Alle wissen, dass sie sich auf die Kolleginnen und Kollegen verlassen können, wenn’s mal hektisch wird.
Was macht das Unternehmen für dich besonders?
Für mich zählt nicht nur der kurze Arbeitsweg von knapp 800 Metern, mich reizen auch die moderne Infrastruktur und unsere qualitativ hochstehenden Produkte. Geradeheraus gesagt ist es das grosse Ganze, das die SPIEGEL ausmacht: die Menschen, die Werte und die Art, wie wir miteinander umgehen. Das spürt man jeden Tag – und das gibt mir ein gutes Gefühl, hier zu arbeiten.
Welche Werte sind dir in deinem beruflichen Umfeld wichtig?
Für mich stehen Loyalität und Zuverlässigkeit an oberster Stelle. Wenn man sich aufeinander verlassen kann, funktioniert alles besser. Doch ebenso wichtig sind Anerkennung und Wertschätzung, und zwar nicht nur vom Chef, sondern auch untereinander im Team. Das steigert die Motivation aller Mitarbeitenden und sorgt dafür, dass alle gern zur Arbeit kommen.
5. Persönliche Perspektive & Zukunft
Was motiviert dich auch nach 20 Jahren immer noch jeden Tag?
Vor allem die Chance, mit dem Fortschritt der Kommunikationsmittel und der Produkte Schritt zu halten. Es macht mir Freude, jeden Tag noch etwas Neues dazuzulernen und mich weiterzuentwickeln. Gerade in unserer Branche passiert ständig etwas, und das hält den Job spannend.
Kurze Schnellfragerunde
- Kaffee oder Tee? Kaffee – ohne wenn und aber.
- Stadt oder Land? Ganz klar: Land.
- Persönliches Motto? Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen.
- Dein Lieblingsort im Büro? Ganz in der Nähe der Kaffeemaschine – da ist immer was los und man trifft die Leute.
Abschlusswort
Herzlichen Dank, Urs, für das offene und spannende Gespräch! Wir schätzen deine langjährige Treue, deinen unermüdlichen Einsatz und den wertvollen Einblick in deine Erfahrungen und Perspektiven sehr. Mit deinem Engagement bist du ein wichtiger Pfeiler in unserem Team – und wir freuen uns auf viele weitere erfolgreiche Jahre gemeinsam.
